Bundeswildwegeplan

Mobilität für Mensch und Tier

Verkehrsarme Räume mit einer Fläche von mindestens 100 Quadratkilometern sind in Deutschland selten geworden. Allein das Straßennetz summiert sich auf eine Gesamtlänge von über 600.000 Kilometer. Eisenbahnlinien und Wasserstraßen kommen hinzu. Das dichte Verkehrsnetz stellt für Wildtiere ein ebenso dichtes Netz an Barrieren dar und erschwert den für die genetische Vielfalt so wichtigen Austausch und den Wechsel zwischen Winter- und Sommerquartier.

Als Hersteller von Produkten, die Menschen Mobilität ermöglichen, setzt sich Volkswagen auch für die im Interesse der Arterhaltung notwendige Mobilität von Tieren ein. Neue Verkehrswege lassen sich räumlich bündeln und durchlässig gestalten. Bei der Renovierung vorhandener Trassen ist oft eine Nachrüstung mit Grün- oder Talbrücken möglich. In diversen Projekten im Umfeld seiner Standorte engagiert sich das Unternehmen unter dem Motto „Volkswagen verbindet Lebensräume“ auch selbst für die (Wieder-)Herstellung von Biotopverbünden.

In einem gemeinsamen Impulspapier („Mobilität für Mensch und Tier“, PDF) appellierten die Teilnehmer eines von Volkswagen und NABU organisierten Dialogforums („Grüne Brücken“) an das Bundesverkehrsministerium, sich „mit der Zerschneidung von Wildtierkorridoren“ zu befassen und „zügig geeignete gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen“.

In einem „Bundeswildwegeplan“ skizziert der NABU die überschaubare Dimension des Projekts: Würden jedes Jahr nur zehn Grünbrücken errichtet, wäre im Jahr 2020 das erste bundesweite Netz des vordringlichen Bedarfs vollständig geknüpft. 30 Mio. Euro würde das kosten ─ fast 10 Mrd. Euro jährlich sind für das Straßennetz vorgesehen.

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