Lebendige Flüsse

Kopfweiden

Auerochse in der Allerniederung

Wildpferde an der Aller

Die Renaturierung der Unteren Havel

Die Untere Havelniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland Mitteleuropas. Der Ausbau des Flusses im 20. Jahrhundert hat jedoch erhebliche ökologische Schäden angerichtet und dazu geführt, dass inzwischen über tausend Tier- und Pflanzenarten akut vom Aussterben bedroht sind.

Bis 2022 will der NABU die Untere Havel im Rahmen eines vom Bund und den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt geförderten Naturschutz-Großprojekts als malerische Auenlandschaft mit hohem ökologischen Wert wiederherstellen. Dafür werden Altarme wieder angeschlossen, Uferbefestigungen beseitigt, Flutrinnen aktiviert sowie Ufer- und Auenwälder angelegt. Außerdem sollen Deichabschnitte zurückgebaut werden, um damit zugleich Überflutungsgrünland für den Hochwasserschutz zu gewinnen.

Bei diesem größten Flussrenaturierungsprojekt Europas übernimmt der Naturschutzbund als Eigenanteil und für flankierende Maßnahmen Kosten in Höhe von mindestens 2,5 Millionen Euro. Dank vieler Spender und Sponsoren konnte ein Teil dieses Geldes bereits eingeworben werden. Auch Volkswagen unterstützt den NABU in seinem Engagement, damit die Havel als Naturraum, Kulturlandschaft und Freizeitparadies erhalten bleibt. 

Mehr über das Projekt erfahren sie hier.

Renaturierung der Allerniederung

Golf und Touran sind im Allertal schon lange heimisch, Weißstorch, Graugans und Biber sollen es auch bald wieder sein. Direkt vor den Toren des Stammwerks hat Volkswagen gemeinsam mit der Stadt Wolfsburg auf einer Fläche von einer Million Quadratmetern neues Auenland und damit wieder Lebensräume für seltene Feuchtbiotop-Bewohner geschaffen. So ist zwischen den großen Naturschutzgebieten Drömling und Barnbruch ein natürlicher Korridor von hohem ökologischen Wert geschlossen worden. Ergebnis: Es gibt wieder Wanderwege für Fischotter und Biber.

Zwar sind das Unternehmen und die Stadt Wolfsburg ohnehin verpflichtet, Ersatzmaßnahmen für versiegelte Flächen zu ergreifen. Großflächiger Naturschutz ist aber nur möglich, wenn einzelne Projekte gebündelt werden. So wie an der Aller. Für deren Rückverwandlung in ein mäanderndes Gewässer wurden terrassenförmig Boden und Röhrichtwurzeln in das Flussbett eingebracht. Außerdem wurden zusätzliche Fließgerinne, Altgewässer und andere auentypische Stillgewässer geschaffen sowie Gräben naturnah umgeformt.

Auf 550.000 m² Weidefläche sorgen zudem seltene Wildrinder und -pferde dafür, den Bewuchs der Wiesen niedrig zu halten. Die lokalen Ortsverbände des NABU Niedersachsen helfen bei der Umsetzung des Projekts mit Rat und Tat und nutzen das wiedererstehende Biotop für die Umweltbildung. So ließen sich die Wolfsburger NABU-Gruppe und Volkswagen-Manager an einem Politischen Wandertag des Bundesamtes für Naturschutz am Beispiel der Aller-Niederung in das Thema „Ökosystemleistungen“ einführen.

 

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